Blick auf Kitestation KiteVillage in Hamata bei Hochbetrieb im Winter

Kite-Village – Kitestation Hamata und das Revier

Wir waren 3 Wochen im Winter von Ende Dezember bis Ende Januar in Hamata und zum Kiten im Kite-Village. Hier habe ich ein paar Bilder hochgeladen und unsere Erfahrungen beschrieben. Viel Spaß beim Lesen.

Panoramabild Kitestation KiteVillage Hamata
Panoramabild Kitestation KiteVillage Hamata

Allgemeines zur Station

Eine Kitestation, ähnlich der von vielen anderen. Wer schon einmal in El Gouna war, kann es sich etwa vorstellen. Vorne der Strand mit Aufbauzone (gekennzeichnet).

Die Beachboys

Besonders ist hier, dass nur die Beachboys vom Kite-Village den Kite starten und landen dürfen. Das klappt super. Die sind immer sofort da, wenn man los möchte – oder wieder vom Wasser rein kommt. Außerdem sind sie sehr freundlich und hilfsbereit. Macht Spaß. Gut auch die Regelung, dass man – auch wenn man will und kann – es einfach nicht darf. So hat alles ein System. Hervorzuheben die strikte Anweisung, dass der Kiter im Wasser stehen muss zum starten & landen. Das beugt Unfälle vor. Die meisten Kiteunfälle passieren ja angeblich beim Starten und Landen.

Das Storage

Natürlich auch wichtig, mehrere Räume, wo jeder einen kleinen Teilabschnitt hat, quasi ein Fach um seine Sachen zu verstauen. Platz ist eigentlich genug, naja wir waren um Sylvester dort und da galt die Ansage, es soll nur jeder ein Fach belegen. Reicht aber ja auch. Später wurde es dann ziemlich leer und wir haben einen Viertel-Raum belegt 🙂

Die Bar

Dort konnte man Kaffee, Bier (Dose 0,5 Liter für 3,50 EUR), Softdrinks und mittags Gerichte wie Pizza, Pasta, Salat kaufen. Qualität war ok. Naja, was man eben so mitten in der Wüste hinbekommt. Aber essbar. Wir hatten die Nudeln, andere haben aber auch wiederholt Pizza und Burger und Salat gegessen, kann also so verkehrt nicht sein. Bezüglich Magenproblemen haben wir nichts gehört. Mag aber auch an der Winterzeit liegen, keine Ahnung.

Praktisch ist, dass man bei der Anreise eine Nummer zugeteilt bekommt und dann alle Sachen auf diese Nummer schreiben lassen kann. So kann man entspannt bei der Abreise alles gesammelt mit Kreditkarte oder bar bezahlen.

Die Bar
Die Bar

Daneben noch ein Kiosk mit Chips und Snickers etc. – sowie Souvenirs.. auch da einfach auf die Nummer schreiben lassen. Klappt super.

Der Kiosk, Snickers, Mars, Eis, Chips, etc.
Der Kiosk, Snickers, Mars, Eis, Chips, etc.

 

Die Kite-Village-Zentrale

Hier war ich nur mal kurz reinschauen, hatte ja eigenes Material mit. Die haben dort aber haufenweise Schirme und Boards. Habe North, CORE Boards, Flysurfer 21er usw. gesehen. Zustand sah ok aus. Preise weiß ich leider nicht. An einem Tag wollte ich mir ein paar Fusschlaufen und Pads leihen, das sollte für 2 Wochen 40 EUR kosten. Fand ich zu happig und habs gelassen und dann lieber umgebaut. Hatte leider ein paar Schlaufen zu Hause vergessen. Die Leitung hatte Andi, ein Schweizer. Eigentlich recht nett.  Und natürlich Klaus – zu erkennen mit der Milka-Mütze. Der war immer sehr .. präsent sagen wir mal.

Die Kitestation, Verleih von Kites, Boards, und Planung von Unterricht.
Die Kitestation, Verleih von Kites, Boards, und Planung von Unterricht. Und beliebter Chill-Ort der Kitelehrer und Praktikanten 😉

Das Revier auf dem Wasser

Jetzt kommt der wichtigste Teil. Das Revier. Gleich vorweg: super. Es bietet einen Riesen-Stehbereich. Über Sylvester waren dort sicherlich 160 Kites untewegs – aber trotzdem hatte ich mehr als genug Platz für mich alleine.

Es ist klar erkennbar, wo weiter draußen die Korallen anfangen. Da sollte man dann nicht fahren. Muss man auch nicht. Je nach Tidenstand ist es Waden- bis Brusttief. Bei starker Ebbe bin ich etwas weiter raus, kurz vor den Korallen gibt es so tiefe „Tümpel“ da kann man prima tricks machen. Und da ist sonst niemand – wer fährt da schon freiwillig ins tiefe? 🙂

Neopren oder Shorty oder was oder wie?

Also nehmt am besten einen Shorty mit und einen langen Neo. Falls ihr nur eins von beiden habt, eindeutig den langen Neo! Ich hatte noch einen 5,5 ION Strike mit, und der war die meisten Tage goldrichtig. Man glaubt es kaum, aber besonders morgens ist das Wasser eisig. Manchmal geht auch ein Shorty, es gibt einige Tage, da war es tagsüber durchaus mal 25 Grad warm und dann geht auch mal ein Short – wenn man nicht ständig ins Wasser fällt oder halt extrem viele Tricks macht, bzw. sich viel bewegt. Ohne langen Neo aber wäre ich an vielen Tagen schlicht erfroren.

Der Wind & Wasseroberfläche

Manchmal war morgens schon Wind. Dann kann man sofort los legen. Alles öffnet so gegen 9 Uhr. Morgens ist der Wind ein ganz wenig ablandig und recht böig. Dafür aber ist das Wasser schön glatt.

Gegen 11 Uhr meist dreht der Wind dann auf side-onshore und wird etwas beständiger. Je nach Tide gibts dann eine leichte Kabbelwelle – aber ist nicht so schlimm, weil es halt alles recht flach ist. Dann setzt auch oft eine Thermik ein und verstärkt den Wind noch etwas. Gegen 16:30 oder 17 Uhr nimmt er wieder ab.

Generell ist es aber immer etwas böig, den ganzen Tag über. Es ist recht normal, dass man alle paar Stunden den Kite tauscht oder auch schonmal einen Fussmarsch zurück machen muss, weil plötzlich der Wind einschläft. Aber man hat ja Zeit – Urlaub!

Kitegrößen

Ich bin mir 80 kg meistens den 15er GTS2 und sehr sehr oft den 17er XR2 geflogen. Selten auch mal 12 und 9er.  Meine Freundin ist eigentlich immer mit dem 12er raus und einem etwas größeren Board. Mein Tipp: auf jeden Fall den größten Kite und das größte Board mitnehmen das ihr habt!! Sonst ist viel zugucken angesagt.

Windvorhersagen und Statistiken

Windvorhersagen klappten in unseren drei Wochen nicht so gut. Wind kam und ging wann er wollte. Auch die Mitarbeiter vor Ort konnten nichts genaueres dazu sagen. Den ganzen Tag auf der Lauer liegen ist die Devise. Trotzdem war ich in den 3 Wochen bis auf 2 Tage jeden Tag viel auf dem Wasser.

Temperatur im Allgemeinen

Es ist von warm bis kalt – also nehmt T-Shirts und kurze Hosen / Boardshorts mit. Aber auch eine dicke Jacke, lange Hose. So seit ihr am besten vorbereitet. Besonders nützlich war mir eine Windstopper-Jacke. So konnte ich relativ dünn angezogen in der Sonne im kalten Wind sitzen. War ok.

Sonnencreme reicht uns die 30er. Ich bin auch recht empfindlich, aber die Sonne hat nicht mehr allzuviel Kraft. Irgendwie fand ich es nett, so konnte man auch über den Mittag entspannt in der Sonne kiten ohne Angst auf einen Sonnenbrand oder einen Dachschaden wegen Sonne auf den Kopf zu haben.

Spontane Bootstaufe am Strand:

Rundblick Kite-Village:

Einblick vom Kiten, schön leer im Januar:

2 thoughts on “Kite-Village – Kitestation Hamata und das Revier”

  1. Die Zeit in Hamata war super und ihr habt mir genau die richtige Reise empfohlen. Die Wohnwagen waren super ausreichend und für eine Person völlig ok. Für 2 Personen sicherlich etwas eng, aber ok, da man nur zum schlafen dort ist. Die Bäder sind auch ausreichend. Nicht groß und sicherlich auch irgendwann mal renovierungsbedürftig aber ich fand es super. Wenn jemand campen oder Bulli gewöhnt ist, reicht das dort völlig. Das Personal im Camp und unten beim kiten war super. Alle sehr nett, hilfsbereit und super freundlich. Das Essen war richtig gut und immer pünktlich, warm und vielfältig. Ich fand es sogar besser als im Hotel. Die Silvesterfeier im HOtel hat 25€ gekostet, was ich nicht lohnenswert fand. Es war in einem offenen Zelt und sehr kalt, da wir keine Jacken mit hatten (sollte irgendjemand sagen). Der Transfer hat aber super geklappt. Es gab Silvester sehr spät Essen, was schon kalt war und das Programm bestand aus einer Bauchtänzerin und einem Teppichmann 😀

    Im Wohnwagencamp fand ich es toll, weil man schnell Leute kennenlernen konnte. Es ist sehr familiär und jeder spricht mit jedem. Es war komplett ausgebucht und es waren alle ca. 28-38 Jahre. Super Altersdurchschnitt. Es wird jeden Tag geputzt und es gibt immer 2 große frische Handtücher. Echt top. Nur das WLAN ist eine Katastrophe. Hier würde ich jedem empfehlen eine SIM Karte am Flughafen zu kaufen für 10 EUR 1,5 GB (gehandelter Preis).

    Das Kitecamp ist auch zu empfehlen. 2 Tage kein Wind und 5 Tage Wind. Jörg ging es danach auch so….5 Tage Wind und dann 2 Tage keinen. Es g ab super viel Material zum ausleihen. Die Lehrer und das Personal sind top. Die Kitebedingungen auch.

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